
Saubere Schnitte durch präzise Wärmeführung – ideal für dickere Bleche

Alle Verfahren zum Laserschneiden beruhen auf den zwei gleichen parallel ablaufenden Prozessvorgängen. Dem Einwirken des stark fokussierten Laserstrahls auf dem Werkstück und dem zeitgleichen Anströmen eines spezifischem Prozessgases.
Die Besonderheit beim Brennschneiden liegt im Zusammenspiel des Schneidgases (Sauerstoff) und der durch den Laser erzeugten Wärme. Die vorherrschenden Temperaturen am Werkstück sorgen für eine Zündung des Gases.
Durch die enorme Hitze, die bei dieser exothermen Reaktion entsteht, verbrennt der Werkstoff und eine Schneidfuge entsteht. Aufgrund dieser Funktionsweise eignet sich das Laserschneidverfahren des Brennschneidens nur für Materialien, deren Entzündungstemperatur geringer ist als deren Schmelztemperatur.
Das Schneidverfahren des Laserbrennschneidens eignet sich besonders für das Trennen von unlegierten und niedriglegierten Stählen und Metallen, sowie vereinzelt für die Anwendung bei Edelstählen. Vorteile hat das Verfahren eindeutig bei hohen Materialstärken und dicken Blechen. Für einige Kunden bzw. Produkte sind aber auch die enormen Schnittgeschwindigkeiten ein Argument für die Technik.


Technologiebedingt ist die minimale Schnittbreite beim Laserstrahlbrennschneiden etwas breiter, als etwa beim Laserschmelzschneiden. Trotz der hohen Schneidgeschwindigkeit, bietet das Brennschneiden sehr präzise Schneidkonturen und relativ glatte Schneidkanten.
Aufgrund der chemischen Reaktion (Oxidation) kommt es beim Laserbrennschneiden zu einer geringen Gratbildung an den Schneidkanten, die bei stärkeren Folien nachträglich mechanisch entfernt werden muss.
Wenn das Verfahren optimal beherrscht wird, kann der Grat allerdings auf ein Minimum reduziert werden. Mit den entsprechenden Verfahrensparamtetern kann er sogar gänzlich vermieden werden.
Der beim Schneiden mit dem Laser, insbesondere bein Brennschneiden entstehende Grat entlang der Schnittkanten macht eine mechanische Bearbeitung bei dickeren Blechen nach dem Schneidvorgang häufig unabdingbar.
Bei dünneren Metallen und Folien tritt allerdings häufig nur ein geringer, oder überhaupt kein Grat auf. Wenn eine Entgratung nötig ist, können wir die folgenden Möglichkeiten anbieten:
Neben dem Laserstrahlbrennschneiden kommen zwei weitere Verfahren beim Laserschneiden mit dem Faserlaser zum Einsatz. Das Grundprinzip ist bei allen Verfahren ähnlich, unterscheidet sich aber unter anderem in der Verwendung der Schneidgase.
Bei allen Verfahren wird ein stark fokussierter Laserstrahl über die entsprechende Strahlführung und den Bearbeitungskopf (Fokussieroptik) gebündelt auf das zu bearbeitende Werkstück gelenkt. Bei unseren Faserlasern (Spezieller Bautyp des Festkörperlasers), wird dabei in der Laserquelle ein Laserstrahl im mittleren Infrarotbereich mit einer Wellenlänge von ungefähr 1.070 nm erzeugt und über eine längliche Faser verstärkt.
Die verwendeten Lasermodule zeichnen sich durch einen einzigartigen Wirkungsgrad und eine hohe Zuverlässigkeit aus. Unsere Experten kennen die Funktionsweise der einzelnen Trennverfahren und wählen das passende Verfahren für Sie aus. Bei Interesse beraten wir Sie natürlich gerne zu den Unterschieden, sowie den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Lasertechnik.
Das Schmelzschneiden oder Laserstrahlschneiden ist das bevorzugte Schneidverfahren für die Bearbeitung von Edelstahl (legiertem Stahl) und verschiedenen Aluminiumlegierungen. Dabei wird der Stahl beim Schneiden durch den fokussierten Laserstrahl aufgeschmolzen und vom verwendeten Schneidgas aus der Schnittfuge geblasen.
Das Prozessgas, meist Stickstoff, schützt die Schnittkante dabei aufgrund seiner reaktionsarmen Eigenschaften (inertes Gas) vor einer ungewollten Oxidation. Man spricht auch vom Glanzschnitt.
Der thermische Eintrag auf das Material ist eher gering, wodurch saubere, nahezu gratfreie Schnittkanten erzeugt werden und Laserteile fast ohne Verzug und Grat entstehen. Eine Nachbearbeitung der so gefertigten Teile ist häufig nicht notwendig.
Beim Lasersublimationsschneiden verdampft das zu bearbeitende Material unmittelbar durch die Bearbeitung mit dem Laserstrahl. Der entstehende Dampf wird dann durch das Schneidgas, meistens Stickstoff, ausgeblasen.Anwendungsmöglichkeiten für das Sublimationsschneiden mit dem Laser finden sich vor allem im Bereich sehr feiner Materialien und besonders dünner Folien.
Hier finden Sie eine Auswahl der gängigsten Materialien und Werkstoffe, die wir bei TEPROSA verarbeiten. Andere Materialien können auf Anfrage auch verwendet werden!
| Bezeichnung | Materialgüte | Anmerkung |
|---|---|---|
| Baustahl | 1.0330, DC01 1.0338, DC04 |
unlegierte Qualitätsstähle |
| C-Stahl/ Kohlenstoffstahl | 1.1274, C100S C75S |
Federbandstahl ohne Korrosionsbeständigkeit, magnetisch |
| Edelstahl V2A | 1.4301 1.4316 |
rostfreie, austenitische Standardedelstähle |
| Edelstahl V4A | 1.4404 | korrosions-, säure- und hochtemperaturkorrosionsbeständige Edelstähle |
| Federstahl | 1.4310 | rostfreie, gut korrosionsbeständige, austenitische Federstähle |
| Edelstahl | 1.4828 | austenitische Standardedelstähle |
| Edelstahl | 1.4016 | nichtrostender, ferritischer Stahl magnetisch |
| Bezeichnung | Materialgüte | Anmerkung |
|---|---|---|
| Aluminium | AW-5754 (AlMg3), AW-1050A (Rein-aluminium), AW 6082 (AlSi1MgMn) |
leichtes, relativ weiches Material, korrosionsbeständig, gute Verform- und Schweißbarkeit |
| Titan | Ti | leichtes, passivierbares und biokompatibles Material, häufiger Einsatz in der Medizintechnik |
| Bezeichnung | Materialgüte | Anmerkung |
|---|---|---|
| Bronze | CW452K | Korrosions- und verschleißfest, hohe Festigkeit und Härte |
| Kupfer | CW004A, CW008A, CW024A |
gute elektrische Leitfähigkeit, korrosionsbeständig, gute Kalt- und Warmumformbarkeit, geeignet für Hart- und Weichlöten |
| Kupfer-Nickel | sehr korrosionsbeständig, gut schweißbar |
|
| Messing | CW508L, CW612N | gute elektrische Leitfähigkeit, gute Kaltumformbarkeit, gute Federeigenschaften |
| Nickel | Nickel, MU-Metall | äußerst korrosionsbeständig, ferromagnetische Eigenschaften |
| Bezeichnung | Materialgüte | Anmerkung |
|---|---|---|
| Siliziumnitrid | Si3N4 | extrem belastbar, hohe Temperaturstabilität, sehr hohe Thermoschockbeständigkeit |
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